Direkt nach der Fährankunft wartet ein charmanter Ort mit Leuchtturm, Bunkermuseum und Stränden. Gedser ist klein, aber lohnt sich – besonders als erster Stopp in Dänemark.
Gedser ist kein Ort, an dem man tagelang Programm hat. Aber genau das macht den Reiz aus: In ein paar Stunden lässt sich hier alles in Ruhe erkunden. Diese vier Orte sollten Sie nicht verpassen.
Am Gedser Odde stehen Sie am südlichsten Punkt Dänemarks. Ein Gedenkstein markiert die Stelle, und bei klarer Sicht schauen Sie über die Ostsee bis nach Deutschland. Der Spaziergang vom Parkplatz bis zur Spitze dauert etwa 15 Minuten und führt durch eine windige, unberührte Dünenlandschaft. Für Vogelbeobachter ist die Landzunge im Frühjahr und Herbst besonders interessant, wenn Tausende Zugvögel hier rasten. Unterhalb des Südsteins finden sich außerdem Überreste deutscher Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg – ein stiller Hinweis auf die strategische Bedeutung des Ortes während der Besatzungszeit.
Die Gedser Remise erzählt die Geschichte der Eisenbahnfähre zwischen Deutschland und Dänemark. In der alten Lokomotivhalle stehen historische Waggons und Lokomotiven, und Schautafeln erklären, wie der Fährverkehr über die Ostsee einst funktionierte. Das Museum ist klein, aber liebevoll gestaltet – und gerade für Familien mit Kindern ein guter Anlaufpunkt, weil man einige Fahrzeuge auch von innen besichtigen kann.
Saisonbetrieb: Die Gedser Remise ist kein ganzjähriges Museum. Geöffnet rund um Ostern, an einzelnen Wochenenden im Juni und dann durchgehend von Mitte Juni bis Ende August (Di–So, 11–16 Uhr). Aktuelle Öffnungszeiten auf gedser-remise.dk.
Die Gedser Kirke wurde 1913–15 nach Entwürfen des Architekten P.V. Jensen-Klint erbaut, der später auch die berühmte Grundtvigs Kirke in Kopenhagen gestaltete. Die markante gelbe Backsteinkirche liegt mitten im Ort und ist tagsüber geöffnet. Besonders sehenswert ist das Innere: Jensen-Klint ersetzte die ursprünglich geplanten Backsteingewölbe durch eine mächtige Holzdecke, die an einen umgedrehten Schiffsrumpf erinnert – eine Anspielung auf Gedsers Tradition als Hafenort und zugleich eine kreative Lösung für das knappe Budget.
Foto: Lars K. Jensen, CC BY 2.0
Der Gedser Leuchtturm (Gedser Fyr) wurde 1802 errichtet und ist damit einer der ältesten Leuchttürme Dänemarks. Der weiße Turm steht gut sichtbar am südlichen Ortsrand und ist bis heute als Navigationslicht aktiv – 1947 elektrifiziert und seit 1962 vollautomatisch. Von außen ein schönes Fotomotiv, besonders bei Sonnenuntergang.
Alle Highlights auf einen Blick – vom Fährterminal bis zum südlichsten Punkt Dänemarks.
Klicken Sie auf die Marker für Details. Kartendaten: © OpenStreetMap
Foto: Bo Mertz, CC BY-SA 2.0
Direkt am Ort liegt ein ruhiger Sandstrand, der selten überlaufen ist. Flaches Wasser und kaum Strömung machen ihn besonders für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Infrastruktur gibt es hier kaum – Handtuch, Picknick und Sonnencreme sollten Sie mitbringen.
Etwa 15 Kilometer nördlich liegt einer der besten Strände Falsters, nahe dem Ferienort Marielyst. Bøtø bietet kilometerlangen feinen Sand, Dünen und eine gute Wasserqualität. Im Sommer gibt es in der Nähe auch einen Kiosk und Toiletten. Mit dem Auto sind Sie in 15 Minuten dort.
Gedser Odde liegt auf einem der wichtigsten Zugvogelkorridore Nordeuropas. Im Frühjahr und Herbst ziehen hier Tausende Vögel vorbei – Greifvögel, Singvögel und Seeschwalben. Die Vogelstation am Odde informiert über aktuelle Sichtungen.
Die Landschaft rund um Gedser ist Teil mehrerer Schutzgebiete, darunter der Bøtø Naturpark an Falsters Ostküste – ein EU-Vogelschutzgebiet und Ramsar-Feuchtgebiet. Flache Wiesen, Feuchtgebiete und Küstenabschnitte lassen sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Markierte Wanderwege führen durch die stille Natur der Südspitze Falsters.
Gedser ist ein kleiner Ort, und die Auswahl an Restaurants ist überschaubar. Aber die wenigen Anlaufpunkte haben ihren Charme.
Am Gedser Hafen gibt es frischen Fisch – direkt vom Kutter. Fischbrötchen, geräucherter Hering und Scholle gehören zum Standardangebot. Einfach, aber authentisch.
Im Sommer verkaufen kleine Stände dänisches Softeis am Hafen. Ein guter Abschluss nach einem Spaziergang zum Odde – und bei Kindern sowieso Pflichtprogramm.
Wer ein richtiges Restaurant sucht, fährt am besten nach Nykøbing Falster (ca. 25 Minuten). Dort gibt es Pizzerien, dänische Küche und Cafés in der Fußgängerzone.
Vom Scandlines-Fährterminal in Gedser sind es etwa 10 bis 15 Gehminuten ins Ortszentrum. Die Strecke ist flach und einfach zu laufen. Wer mit dem Auto ankommt, kann direkt am Hafen oder an der Kirche parken – kostenlos.
Gedser und die Umgebung sind flach und gut für Radtouren geeignet. Fahrräder können vor Ort gemietet werden. Die Strecke von Gedser nach Marielyst (ca. 20 km) ist eine beliebte Tour durch die Landschaft Südfalsters.
Die meisten Reisenden nutzen Gedser als ersten oder letzten Stopp auf dem Weg von oder nach Kopenhagen. Für einen kurzen Abstecher von 2 bis 3 Stunden reicht es locker, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen und am Hafen etwas zu essen.
Wer mehr Zeit hat, kombiniert Gedser am besten mit einem Abstecher nach Marielyst (Strände und Ferienort, 20 km) oder Nykøbing Falster (Altstadt, Mittelaltercenter, Restaurants, 25 km). So wird aus dem Tagesausflug ein richtiger Dänemark-Tag.
In Gedser lohnt sich vor allem ein Spaziergang zum Gedser Odde, dem südlichsten Punkt Dänemarks, wo auch Bunkerreste aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen sind. Dazu kommen das Eisenbahnmuseum Gedser Remise, die markante Gedser Kirke und der alte Leuchtturm. Am Hafen gibt es frischen Fisch und Eis. Für Naturliebhaber bieten sich Vogelbeobachtung und Strandspaziergänge an.
Ja, direkt in Gedser gibt es einen ruhigen, familienfreundlichen Sandstrand mit flachem Wasser. Etwa 15 Kilometer nördlich liegt außerdem der Bøtø Strand – einer der schönsten und längsten Strände auf Falster. Er bietet feinen Sand, Dünen und gute Wasserqualität.
Von Gedser nach Kopenhagen sind es rund 170 Kilometer. Die Fahrt dauert mit dem Auto etwa 2 Stunden über die E55 und die neue Storstrømsbroen (Dronning Margrethe II's Bro, eröffnet März 2026). Gedser eignet sich daher gut als erster kurzer Stopp, bevor es weiter Richtung Kopenhagen geht.
Ja, besonders wenn Sie mit der Fähre aus Rostock ankommen. In 2 bis 3 Stunden können Sie den südlichsten Punkt Dänemarks besuchen, das Eisenbahnmuseum besichtigen und am Hafen frischen Fisch essen. Gedser ist kein Ganztagesausflug, aber ein lohnender erster Eindruck von Dänemark.
Direkt in Gedser gibt es nur wenige Ferienwohnungen und ein Campingplatz in Strandnähe. Mehr Auswahl an Unterkünften finden Sie im nahegelegenen Marielyst (20 km) mit Hotels, Ferienhäusern und einem großen Campingplatz, oder in Nykøbing Falster (25 km).
Ja, direkt im Ort gibt es einen Dagli'Brugsen (kleiner dänischer Supermarkt) für den Grundbedarf. Für einen größeren Einkauf lohnt sich der Rema 1000 oder Netto in Nykøbing Falster.
Planen Sie Ihre Reise nach Dänemark mit unseren ausführlichen Guides: