660 Hektar Wildnis mitten in Dänemark: Giraffen, Tiger, Nashörner und ein ganzer Wald voller Dinosaurier. Knuthenborg ist der größte Safaripark Nordeuropas – und nur 45 Minuten von der Fähre entfernt.
Foto: Sorenknudsen / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Knuthenborg funktioniert anders als ein normaler Zoo. Sie fahren mit dem eigenen Auto durch die weitläufige Parklandschaft, während Giraffen neben der Straße grasen und Zebras in kleinen Herden über die Wege traben. Das fühlt sich tatsächlich an wie eine kleine Safari – nur eben auf einer dänischen Insel statt in Kenia.
Auf den 660 Hektar leben über 1.000 Tiere aus verschiedenen Kontinenten. In der afrikanischen Savanne begegnen Sie Breitmaulnashörnern, Elenantilopen, Straußen und Watussi-Rindern. Die Giraffen kommen dabei manchmal erstaunlich nah ans Auto heran – ein Erlebnis, das vor allem Kinder nicht so schnell vergessen.
Europas größtes Tigergehege ist eines der Highlights. Auf einer riesigen, naturnahen Anlage leben sibirische Tiger, die man von einem erhöhten Holzsteg aus beobachten kann. Auch Wölfe, Luchse und europäische Bisons haben hier großzügige Reviere. Wer aus dem Auto aussteigen will: Im begehbaren Teil des Parks gibt es Gehege mit Affen, Lemuren und Kängurus sowie einen Bereich mit nordischen Tieren wie Elchen und Rentieren.
Seit 2018 hat Knuthenborg noch einen Grund mehr für einen Besuch: den Dinosaurier-Wald. Auf einem Waldweg stehen lebensgroße, bewegliche Dinosaurier-Modelle zwischen den Bäumen – T-Rex, Triceratops, Brachiosaurus und etliche andere. Die Animatronics bewegen sich, brüllen und sehen ziemlich überzeugend aus. Kinder sind hier meistens gleichzeitig fasziniert und ein bisschen nervös.
Direkt daneben liegt das Evolution Museum, und das hat es in sich. Das Kernstück ist „Big Joe“, ein fast vollständiges Allosaurus-Skelett, das in Wyoming ausgegraben wurde. Dazu kommt der Torosaurus-Schädel „Adam“ – mit über 2,5 Metern Länge einer der größten bekannten Dinosaurier-Schädel überhaupt. Besonders bemerkenswert: Knuthenborg besitzt eines von nur zwölf bekannten Archaeopteryx-Exemplaren weltweit. Für Paläontologie-Fans ist das Museum allein schon die Anreise wert.
Der ganze Park ist auf Familien ausgerichtet, aber einige Bereiche sind speziell für die jüngeren Besucher gemacht.
Ein großer Wasserspielplatz mit Fontänen, Wasserrutschen und Spritzanlagen. Im Sommer der Lieblingsort für Kinder – Badesachen und Handtuch einpacken.
Zwischen den alten Bäumen des Schlossparks gibt es einen Kletterpark mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden – auch für kleinere Kinder geeignet.
Ziegen, Kaninchen und Minischweine zum Anfässen. Gerade für kleinere Kinder oft das größte Highlight des Tages.
Verschiedene kleinere Fahrgeschäfte, Hüpfburgen und Spielplätze verteilen sich über den Park. Genug, um zwischendurch Abwechslung von der Safari zu haben.
Tickets gibt es online und an der Tageskasse. Online-Buchung ist günstiger und spart Wartezeit am Eingang.
Ab 169 DKK (ca. 23 €) – datumgebunden, gültig für einen bestimmten Tag. Frühzeitig buchen lohnt sich, die günstigsten Preise gibt es bei Buchung im Voraus.
289 DKK (ca. 39 €) – gültig an einem beliebigen Tag der Saison. Praktisch, wenn Sie wetterabhängig planen möchten.
499 DKK (ca. 67 €) – unbegrenzt oft in der ganzen Saison. Lohnt sich ab dem dritten Besuch, und viele Familien kommen tatsächlich mehrmals.
Kostenlos – Kinder bis einschließlich 2 Jahre haben freien Eintritt.
Ende März bis Oktober. Hauptsaison mit vollen Öffnungszeiten: Juli und August. In der Vor- und Nachsaison kürzere Öffnungszeiten.
Vom Fährhafen Gedser fahren Sie auf der E55 Richtung Norden bis Nykøbing Falster. Von dort geht es über die Frederik IX.s Bro auf die Insel Lolland und weiter Richtung Maribo. Der Safaripark ist ab Maribo ausgeschildert – die letzten Kilometer führen über eine Allee direkt zum Eingang.
Die Strecke ist unkompliziert, meistens zweispurig und gut zu fahren. Kostenlose Parkplätze stehen direkt am Park zur Verfügung.
Der Park ist riesig. Zwischen Drive-through-Safari, Dinosaurier-Wald, Museum und Spielplätzen gehen locker 5 bis 6 Stunden drauf. Wer alles sehen will, sollte früh kommen.
Sie dürfen eigenes Essen und Getränke mitbringen. Es gibt Picknickplätze im Park. Alternativ verkaufen mehrere Kioske und ein Restaurant Essen vor Ort – aber die Preise sind, wie in Freizeitparks üblich, nicht gerade günstig.
Im Safari-Bereich müssen die Autofenster geschlossen bleiben. Die Tiere laufen frei herum, und besonders die Affen sind neugierig – die klettern gern auf Autos und prüfen, ob Fenster offen sind.
Die Tiere sind morgens am aktivsten. Wer den Park kurz nach Öffnung betritt, bekommt die besten Beobachtungen – und umgeht den Andrang, der in der Hauptsaison ab Mittag zunimmt.
Der Park hat von Ende März bis Oktober geöffnet. In der Hauptsaison (Juli und August) täglich von 10 bis 17 Uhr. In der Vor- und Nachsaison gelten verkürzte Öffnungszeiten – am besten vorab auf der offiziellen Website prüfen.
Vom Fährhafen Gedser sind es rund 51 Kilometer. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten über Nykøbing Falster und die Brücke nach Lolland. Die Strecke ist einfach zu fahren und gut ausgeschildert.
Die Drive-through-Safari führt an Giraffen, Zebras, Nashörnern und Straußen vorbei. Dazu kommen Europas größtes Tigergehege, ein Dinosaurier-Wald mit lebensgroßen Animatronics und das Evolution Museum mit dem Allosaurus-Skelett „Big Joe“. Für Kinder gibt es Wasserplaypgrounds, Kletterpark, Streichelgehege und Fahrgeschäfte.
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