Nur eine Brücke von Falster entfernt liegt Lolland: eine Insel mit Nordeuropas größtem Safaripark, monumentaler Kunst am Meer und stillen Seen. Von Gedser aus sind Sie in 35 Minuten dort.
Lolland wird von vielen Fährgästen einfach durchfahren – dabei hat die Insel einige der spannendsten Ausflugsziele in ganz Süddänemark. Vom Safaripark bis zur Monumentalkunst am Meer: Hier sind die besten Anlaufpunkte.
Knuthenborg ist mit 660 Hektar der größte Safaripark Nordeuropas. Über 1.000 Tiere leben hier in weitläufigen Gehegen, die Sie mit dem eigenen Auto durchfahren. Giraffen, Nashörner und Zebras stehen manchmal direkt neben der Straße. Dazu gibt es ein Tigergehege mit Laufsteg, einen Dinosaurierwald für Kinder und einen großen Spielplatz. Der Park liegt bei Bandholm und ist von Gedser aus in etwa 45 Minuten erreichbar.
Das Fuglsang Kunstmuseum ist ein moderner, weißer Bau des britischen Architekten Tony Fretton, eingebettet in das historische Fuglsang-Gut aus dem 15. Jahrhundert. Auf 1.200 Quadratmetern zeigt das Museum 300 Jahre dänische Kunstgeschichte – von den Goldenen-Zeitalter-Malern bis zur zeitgenössischen Kunst. Die Kombination aus alter Gutsanlage und moderner Architektur ist allein schon den Besuch wert. Für Besucher unter 26 Jahren ist der Eintritt frei.
Zwölf gewaltige Steinfiguren stehen in einem Kreis von 40 Metern Durchmesser direkt am Wasser bei Kragenæs. Die Skulpturen sind zwischen 7 und 9 Meter hoch und wiegen 25 bis 45 Tonnen. Geschaffen hat sie der Bildhauer Thomas Kadziola – inspiriert von nordischer Mythologie und Stonehenge. Bei bestimmten Lichtverhältnissen leuchten die Figuren von innen. Der Zugang ist kostenlos und rund um die Uhr möglich.
Der Maribo Dom ist eine gotische Backsteinkirche aus dem 15. Jahrhundert, die einst zum Birgittenkloster gehörte. Sie liegt direkt am Maribo Søndersø, einem der vier Seen rund um die Stadt. Das Seengebiet ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und eignet sich hervorragend zum Wandern, Radfahren und Vögel beobachten. In Maribo selbst gibt es außerdem gemütliche Cafés und ein kleines Stiftsmuseum.
Lalandia in Rødby ist einer der beliebtesten Ferienparks Dänemarks. Herzstück ist das Aquadome: ein tropisches Erlebnisbad mit 7.400 Quadratmetern Wasserfläche bei 30 Grad, ganzjährig geöffnet. Rutschen, Wellenbecken, Wildwasserkanal und ein Wellnessbereich machen Lalandia zum perfekten Schlechtwetter-Programm. Tagestickets sind möglich.
Nysted gehört zu den ältesten Städten Lollands und hat sich seinen beschaulichen Charme bewahrt. Das Rathaus aus dem Mittelalter zählt zu den ältesten in Dänemark, und der kleine Hafen lädt zum Spazierengehen ein. Im Sommer gibt es hier Fischräuchereien und Hafenmärkte. Wer Aalholm Slot von außen sehen möchte, macht einen kurzen Abstecher zum Schloss südlich der Stadt.
Das Herrenhaus Pederstrup war der Sitz des Reformers C.D.F. Reventlow, der Ende des 18. Jahrhunderts die Leibeigenschaft in Dänemark abschaffte. Heute ist es ein Museum, das die Geschichte der Agrarreformen und das Leben auf einem dänischen Gut zeigt. Das Haus liegt in einem gepflegten Park und ist ein ruhiger Stopp abseits der Touristenpfade.
Die Anfahrt von Gedser nach Lolland ist unkompliziert. Sie fahren von der Fähre aus Richtung Norden auf der E55 nach Nykøbing Falster. Von dort überqueren Sie die Frederik IX-Brücke (Guldborgsundbroen), die Falster mit Lolland verbindet. Die Brücke ist mautfrei.
Gedser → E55 Richtung Norden → Nykøbing Falster → Guldborgsundbroen → Lolland. Die Fahrt bis zur Brücke dauert etwa 25 Minuten. Ab dort verteilen sich die Ziele über die Insel.
Die Rute 9 (Maribo – Rødby) und die Rute 297 (Nykøbing – Maribo) sind die Hauptverbindungen. Knuthenborg liegt bei Bandholm nördlich von Maribo, die Dodekalitten bei Kragenæs im Nordwesten.
Wer nur einen Tag hat, kann trotzdem viel von Lolland sehen. Hier ist eine Route, die gut funktioniert:
Fähre Rostock → Gedser, weiter über die E55 und Guldborgsundbroen nach Bandholm zum Knuthenborg Safaripark. Ankunft gegen 10 Uhr, 2–3 Stunden Safari.
Weiterfahrt nach Maribo (10 Min.). Mittagessen am See, kurzer Spaziergang zum Dom und durch die Altstadt.
Weiter zu den Dodekalitten bei Kragenæs (30 Min.). Die Steinfiguren am Meer besichtigen, danach zurück Richtung Nykøbing.
Über Nykøbing Falster zurück nach Gedser zur Abendfähre. Gesamtstrecke an dem Tag: rund 180 km.
Wer Lolland wirklich auskosten möchte, übernachtet am besten eine Nacht – oder zwei. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie den Knuthenborg Safaripark und die Dodekalitten an einem einzigen Ausflug kombinieren wollen. Die meisten Hotels auf Lolland liegen in Maribo, dem ruhigen Herz der Insel, direkt an den Seen.
Das familiär geführte Ebsens Hotel liegt keine fünf Gehminuten vom Maribo Dom entfernt – und genau das macht es so besonders. Morgens frühstücken Sie in einem charmanten Garten, abends kehren Sie nach einem langen Ausflugstag in ein ruhiges Zimmer zurück. Das Restaurant serviert europäische Küche, Parken ist kostenlos. Beliebt bei Paaren und Radreisenden. Preise ab ca. 98 USD pro Nacht.
Das Hotel Søpark liegt zwischen dem Nørresø und dem Søndersø – zwei Seen, die Maribo wie eine Insel umgeben. Von der Terrasse schaut man direkt aufs Wasser und in den Park. Das Hotel ist das größte Haus in Maribo und bietet moderne Zimmer sowie ein Restaurant. Wer morgens früh aufsteht, erlebt die Seen im Nebel – ein unvergesslicher Anblick. Bewertet mit 7,9 (Gut).
Diese Gästehaus-Unterkunft auf Lolland ist perfekt für alle, die Ruhe suchen und nicht zu viel ausgeben wollen. Mit Garten, Terrasse und kostenlosem Parkplatz ist sie die ideale Basis für Naturausflüge zu den Dodekalitten oder in den Knuthenborg Safaripark. Bewertung: 8,0 (Sehr gut) – das spricht für sich.
Wer mit kleinem Budget reist oder die Fähre früh am Morgen nehmen muss, findet im Danhostel Maribo eine günstige und gut bewertete Übernachtungsoption. Zentral gelegen, freies WLAN, entspannte Atmosphäre – beliebt bei Rad- und Backpackertouristen, die die dänische Südsee erkunden. Bewertung: 8,1 (Sehr gut).
Wer zwei Nächte auf Lolland bleibt, kann am ersten Tag den Knuthenborg Safaripark und Maribo erkunden und am zweiten Tag die Dodekalitten bei Sonnenuntergang erleben – und danach entspannt zur Abendfähre fahren. Das ist Urlaub, wie er sein soll.
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