Dänemark ist wie gemacht für Familien: flache Strände, kurze Wege, kinderfreundliche Attraktionen – und die Fähre ab Rostock bringt euch in nur 2 Stunden hin. Ohne Stress, ohne Stau, ohne endlose Autofahrt.
Vergiss die Vorstellung, dass eine Fährfahrt langweilige Wartezeit ist. Für Kinder sind die zwei Stunden auf der Scandlines-Hybridfähre pures Programm. Schon das Auffahren auf das Schiff ist ein Erlebnis – wann sieht man sonst, wie das eigene Auto in einem riesigen Schiffsbauch verschwindet?
An Bord gibt es einen Spielbereich, in dem sich die Kleinen austoben können, während ihr in Ruhe einen Kaffee trinkt. Das Bordrestaurant hat ein Kindermenü mit den üblichen Favoriten, und Hochstühle stehen bereit. Das eigentliche Highlight für die meisten Kinder ist aber das Außendeck: Möwen beobachten, den Wind spüren, vielleicht sogar Schweinswale entdecken – und irgendwann taucht die dänische Küste am Horizont auf.
Plant mindestens 30 Minuten vor Abfahrt ein. So bleibt genug Zeit fürs Einchecken, und die Kinder können sich schon mal am Terminal die Beine vertreten.
Im Bordshop gibt es dänische Süßigkeiten günstiger als an Land. Ein kleiner Vorrat für die Weiterfahrt nach Ankunft macht die Autofahrt gleich angenehmer.
Ab dem Fährhafen Gedser erreicht ihr innerhalb weniger Minuten bis maximal dreieinhalb Stunden die schönsten Familienattraktionen Dänemarks. Hier sind unsere Favoriten – sortiert nach Entfernung:
Der beliebteste Familienstrand auf Falster. Das Wasser ist so flach, dass Kleinkinder meterweit reinlaufen können, ohne dass es tief wird. Feiner Sand zum Burgenbauen, Eiscafés in Gehweite, und abends lässt sich der Sonnenuntergang direkt vom Strand aus beobachten. Für Familien mit kleinen Kindern gibt es kaum einen besseren Strand in Dänemark.
Nordeuropas größter Safaripark: Mit dem eigenen Auto durch die Savanne fahren, während Giraffen neben der Straße grasen. Dazu ein Dinosaurier-Wald mit lebensgroßen Animatronics, die sich bewegen und brüllen – Kinder sind gleichzeitig fasziniert und ein bisschen nervös. Der Wasserspielplatz ist bei warmem Wetter der Hit. Badesachen einpacken.
Tropisches Badeparadies mit Aquadome, Wasserrutschen und Wellenbecken – und das bei jedem Wetter. Wenn es draußen regnet (und das passiert in Dänemark), ist Lalandia die Rettung. Außerdem gibt es Minigolf, Bowling und einen Indoor-Spielplatz. Perfekt als Regentag-Plan B oder als eigenes Urlaubsziel.
Hier wird das Mittelalter lebendig: Kinder dürfen Bogen schießen, Münzen prägen und beim Ritterturnier zuschauen. Das Freilichtmuseum ist kein langweiliges Bildungsangebot, sondern ein Abenteuerspielplatz in historischer Kulisse. Besonders gut für Kinder im Grundschulalter, die gerade Ritter und Burgen entdecken.
Der Freizeitpark mit dem etwas anderen Humor: Über 60 Fahrgeschäfte, Achterbahnen und Wasserattraktionen – alles mit dänischen Süßigkeiten-Thema. Kinder lieben die absurden Figuren und die kreativen Fahrgeschäfte. Nicht so riesig wie Legoland, aber dafür an einem Tag gut zu schaffen und weniger überlaufen.
Das Original, das Mekka für LEGO-Fans. Miniland mit Sehenswürdigkeiten aus Millionen Steinen, dazu über 50 Fahrgeschäfte für verschiedene Altersgruppen. Die Anfahrt ab Gedser ist lang, aber für eingefleischte LEGO-Familien absolut lohnenswert. Am besten mit einer Übernachtung verbinden.
Die Hauptstadt hat für Familien mehr zu bieten als man denkt: Tivoli ist Vergnügungspark und Kulturdenkmal in einem. Das Experimentarium ist eines der besten Wissenschaftsmuseen Europas für Kinder. Und der Kopenhagener Zoo liegt mitten in der Stadt. Dazu kommen Nyhavn, die kleine Meerjungfrau und jede Menge Eis an der Hafenpromenade.
Dänemark ist unkompliziert – aber ein paar Dinge solltet ihr auf keinen Fall vergessen. Hier unsere Familien-Packliste, zusammengestellt aus eigener Erfahrung:
Auch im Sommer. Dänisches Wetter wechselt schnell – morgens Sonne, mittags Schauer, nachmittags wieder trocken. Eine leichte Regenjacke gehört für jedes Familienmitglied ins Gepäck.
Die Sonne am Strand ist tückisch – der Wind kühlt, aber der Sonnenbrand kommt trotzdem. Abends an der Küste können Mücken nerven, besonders in Strandnähe.
Pflicht in Dänemark für Kinder unter 135 cm Körpergröße. Den eigenen mitnehmen – vor Ort ausleihen ist teuer und umständlich.
Für den Strand unverzichtbar. Eimer, Schaufel und Förmchen kosten in dänischen Touristenorten das Doppelte. Lieber von zu Hause mitbringen.
Nach der Fähre sind es je nach Ziel noch 20 Minuten bis dreieinhalb Stunden. Hungrige Kinder auf dem Rücksitz machen die Fahrt nicht gemütlicher.
Dänemark ist fast bargeldlos. Kreditkarte reicht meistens – aber für Eiswagen und kleine Strandbuden schadet ein bisschen Bargeld nicht.
Ein paar Dinge, die den Familienurlaub in Dänemark einfacher machen:
In Dänemark gilt: 130 km/h auf der Autobahn, 80 km/h auf Landstraßen, 50 km/h in Ortschaften. Blítzer stehen überall – die Dänen nehmen es genau.
Dänische Autobahnen sind mautfrei. Ausnahme: Die großen Brücken Storebælt und Øresund kosten Gebühr. Für die Region um Gedser und Falster spielt das aber keine Rolle.
Netto und Rema1000 sind die günstigsten Supermärkte. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind ähnlich wie in Deutschland – bei Fleisch und Alkohol wird es teurer.
Öffentliche Spielplätze gibt es in Dänemark in fast jedem Ort – und sie sind meistens gut gepflegt. Perfekt für eine Pause zwischendurch, wenn die Kinder Dampf ablassen müssen.
An vielen Stränden gibt es separate Abschnitte für Hunde und Familien. Achtet auf die Beschilderung – in der Hauptsaison (Juni bis August) dürfen Hunde nur an gekennzeichneten Strandabschnitten frei laufen.
Euer deutsches Handy funktioniert in Dänemark ohne Zusatzkosten. WLAN gibt es in den meisten Ferienhäusern und Campingplätzen.
Die zwei beliebtesten Unterkunftsarten für Familien in Dänemark – und beide haben ihre Stärken:
Das dänische Sommerhus ist der Klassiker. Eigene Küche, eigener Garten, oft ein Kaminofen für kühle Abende. Kinder können draußen spielen, ohne dass jemand sich gestört fühlt. Die meisten Häuser liegen nah am Strand und haben genug Platz, dass man sich nicht auf die Nerven geht.
Für Familien mit kleinen Kindern die entspannteste Variante: Mittagsschlaf im eigenen Bett, Abendessen in der eigenen Küche, kein Restaurantstress.
Günstiger als ein Ferienhaus und noch näher an der Natur. Dänische Campingplätze sind meistens familienfreundlich mit Spielplätzen, Aufenthaltsräumen und sauberen Sanitäranlagen. Viele Plätze vermieten auch Hütten, falls ihr kein Zelt mitnehmen wollt.
Für Kinder ist Camping oft das größere Abenteuer: Lagerfeuer, Nachtwanderungen, neue Spielkameraden auf dem Platz.
Die Fähre ist für Kinder jeden Alters geeignet. Kleinkinder genießen den Spielbereich an Bord, ältere Kinder das Außendeck und die Möwen. Die 2 Stunden Überfahrt sind kurz genug, dass keine Langeweile aufkommt. Wickelräume und Hochstühle im Restaurant sind vorhanden. Kinder bis 5 Jahre fahren bei Scandlines kostenlos.
Ja, auf den Scandlines-Hybridfähren gibt es Wickelräume mit Wickeltischen. Die Toiletten an Bord sind geräumig, und im Restaurant stehen Hochstühle bereit. Babynahrung dürft ihr selbstverständlich mitbringen, heißes Wasser zum Aufwärmen von Fläschchen gibt es an der Bordbar.
Die Fähre Rostock-Gedser kostet für einen PKW mit Familie ab etwa 49 Euro pro Strecke. Ein Ferienhaus auf Falster oder Lolland gibt es ab ca. 60 Euro pro Nacht. Lebensmittel in dänischen Supermärkten wie Netto oder Rema1000 kosten ähnlich wie in Deutschland. Insgesamt ist eine Woche Familienurlaub ab Rostock für rund 800 bis 1.200 Euro realistisch – je nachdem, wie oft ihr essen geht und welche Attraktionen ihr besucht.
Plant euren Familienurlaub mit unseren ausführlichen Guides: