925 Kilometer, dann zwei Stunden Pause auf dem Wasser – und Sie rollen entspannt in Dänemark vom Schiff. Die Route über die A9 und die Fähre Rostock-Gedser ist für Münchner die cleverste Verbindung nach Skandinavien.
Die Strecke von München nach Dänemark lässt sich in drei klare Abschnitte teilen. Das macht die Planung übersichtlich – und ehrlicherweise ist die lange Autobahnetappe bis Rostock der Teil, den man hinter sich bringen muss.
Ab München geht es über die A9 Richtung Nürnberg, weiter über Bayreuth und Leipzig. Hinter Berlin wechseln Sie auf den Berliner Ring (A10), dann über die A24 kurz Richtung Hamburg, bevor es auf die A19 nach Rostock geht. Die letzten Kilometer führen direkt zum Überseehafen, wo die Scandlines-Fähren ablegen.
Sieben Stunden am Stück sind lang – das muss man ehrlich sagen. Die Strecke ist aber fast durchgängig Autobahn, gut ausgebaut und ohne Maut. Rund um Nürnberg und auf dem Berliner Ring kann es zu Stoßzeiten voll werden. Wer früh losfährt (vor 6 Uhr), umgeht das meiste davon.
Die Überfahrt mit Scandlines dauert knapp zwei Stunden. In dieser Zeit können Sie sich die Beine vertreten, im Bordrestaurant essen oder einfach aufs Meer schauen. Nach sieben Stunden hinterm Steuer ist diese Pause Gold wert – und sie ist keine verlorene Zeit, sondern Teil der Strecke.
Ab Gedser fahren Sie über die E55 und die Storstrømsbrücke Richtung Norden. Die Strecke führt über Falster und Sjælland bis Kopenhagen. Eine ruhige, gut ausgebaute Straße durch dänische Landschaft – ein angenehmer Ausklang nach dem langen Fahrtag.
Die meisten Süddeutschen denken zuerst an die Route über Hamburg und Flensburg. Lohnt sich das? Hier die Zahlen:
| Via Rostock-Gedser | Via Hamburg/Flensburg | |
|---|---|---|
| Fahrstrecke | 925 km | 980 km |
| Gesamtzeit | ~10h 45min | ~11h |
| Fähre/Brücke | Fähre ab 68€ | Storebælt ~53€ |
| Brückenmaut | Keine | ~53€ (Storebælt) |
| Erholungspause | 2h auf dem Wasser | Kein Erholungsstopp |
Die Gesamtzeit ist nahezu identisch. Der entscheidende Unterschied: Über Rostock haben Sie nach 7 Stunden Fahrt eine erzwungene Pause von zwei Stunden auf der Fähre. Über Hamburg fahren Sie die kompletten 11 Stunden am Stück – oder müssen sich selbst zum Anhalten disziplinieren. Gerade für Familien und aus Sicherheitsgründen ist die Fähre die bessere Wahl.
Die ehrliche Rechnung für eine einfache Fahrt:
Preislich liegen beide Varianten nah beieinander. Die Rostock-Route kostet rund 8 Euro mehr – dafür bekommen Sie zwei Stunden Pause auf der Fähre, können an Bord essen und kommen ausgeruhter an. Ob sich das lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Für Familien mit Kindern ist die Antwort meistens ja.
Sieben Stunden Autofahrt plus zwei Stunden Fähre plus knapp zwei Stunden auf dänischer Seite – das ist ein langer Tag. Wer es sich leisten kann, teilt die Strecke auf zwei Tage auf. Das macht die Reise entspannter und sicherer.
Nach ~4,5 Stunden bietet sich Berlin als Zwischenstopp an. Am nächsten Morgen sind es nur noch 2,5 Stunden bis Rostock. Ideal, wenn Sie Berlin sowieso mal sehen wollten.
In Rostock übernachten und morgens die erste Fähre nehmen. Sie starten ausgeruht in den Urlaubstag und können am Vorabend noch Warnemünde erkunden.
Alternative ohne Hotel: Abends losfahren, die Nachtfähre ab 00:45 nehmen und an Bord schlafen. Sie kommen frühmorgens in Gedser an – allerdings mit wenig Schlaf.
Die Route über Rostock und die Fähre ist nicht für jeden die beste Lösung. Aber für bestimmte Reisende ist sie eindeutig die bessere Wahl:
Zwei Stunden auf der Fähre sind für Kinder ein Erlebnis statt einer Qual. Sie können sich bewegen, das Schiff erkunden und frische Luft schnappen. Nach 7 Stunden im Auto ist das unbezahlbar.
Wer aus Nürnberg, Regensburg oder Dresden startet, fährt über Rostock deutlich kürzer als den Umweg über Hamburg. Die A9/A19-Achse ist der direkte Weg.
Die Storebælt-Brücke kostet ~53€ pro Strecke. Auf der Hin- und Rückfahrt sind das über 100€ nur für die Brücke. Über Rostock-Gedser fällt keine Brückenmaut an.
Manche Leute sehen die Fährüberfahrt als Erlebnis und nicht als notwendiges Übel. An Deck stehen, die Ostsee riechen, vielleicht Schweinswale sehen – das gehört für viele zum Dänemark-Urlaub dazu.
Über die A9 und die Fähre Rostock-Gedser dauert es insgesamt etwa 10 Stunden und 45 Minuten. Davon entfallen rund 7 Stunden auf die 774 km bis Rostock, 2 Stunden auf die Fährüberfahrt und etwa 1 Stunde 45 Minuten auf die 151 km von Gedser nach Kopenhagen. Ohne Stau und mit normalen Pausen sollten Sie also einen vollen Tag einplanen.
Für eine einfache Fahrt sollten Sie ab etwa 178 Euro rechnen: rund 110 Euro für Benzin (925 km Gesamtstrecke) und ab 68 Euro für die Scandlines-Fähre. Mautgebühren fallen auf der gesamten Route keine an. Die Fährpreise variieren je nach Saison und Buchungszeitpunkt – früh buchen lohnt sich.
Bei ähnlicher Gesamtzeit bietet die Rostock-Route einen klaren Vorteil: Nach 7 Stunden Fahrt bekommen Sie eine zweistündige Zwangspause auf der Fähre. Das ist gerade für Familien und die Fahrsicherheit ein echtes Plus. Außerdem sparen Sie sich die Storebælt-Brückenmaut von ~53 Euro. Die Hamburg-Route ist nur dann sinnvoller, wenn Ihr Ziel in Jütland liegt und Sie Dänemark von Norden her anfahren wollen.
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