Stand: April 2026
Saisonregeln: Wann darf der Hund frei laufen?
In Dänemark gibt es eine klare Zweiteilung beim Thema Hund am Strand. Die Regeln gelten landesweit und werden besonders in der Hauptsaison kontrolliert.
1. Oktober – 31. März: Freilauf
In der Nebensaison dürfen Hunde an allen öffentlichen Stränden ohne Leine laufen. Der Hund muss aber jederzeit abrufbar sein und darf andere Strandbesucher, Wildtiere oder Vieh nicht stören.
Das ist die beste Zeit für ausgedehnte Strandspaziergänge: leer, ruhig, und euer Hund kann sich richtig austoben.
1. April – 30. September: Leinenpflicht
Während der Badesaison gilt Leinenpflicht an allen Stränden. Die Leine darf maximal 2 Meter lang sein. Verstöße werden mit bis zu 2.000 DKK Bußgeld geahndet (ca. 270 EUR).
Tipp: Frühmorgens oder abends nach 19 Uhr sind die Strände auch im Sommer ruhig genug für entspannte Runden.
Grundregel ganzjährig
Hundekot muss immer entfernt werden – egal ob Sommer oder Winter. An vielen Strandaufgängen stehen Beutelspender und Mülleimer.
Die 5 besten Hundestrände ab Gedser
Alle Strände liegen maximal eine Autostunde von der Fähranlegestelle Gedser entfernt. Die Reihenfolge richtet sich nach der Entfernung ab Fährhafen.
1. Gedser Strand
Der nächstgelegene Strand nach der Ankunft in Gedser. Wer nach der Fährfahrt erstmal den Hund toben lassen will, fährt einfach zur Südspitze von Falster. Gedser Odde ist Dänemarks südlichster Punkt – hier geht's nicht weiter.
Der Strand ist selten überlaufen und besteht aus einer Mischung aus Sand und Kiesel. Richtung Westen wird der Sand feiner. Direkt am Strand gibt es einen kleinen Parkplatz.
Besonderheit: Oft stehen hier nur eine Handvoll Leute. Perfekt zum Ankommen nach der Überfahrt.
2. Marielyst Strand
Marielyst gehört regelmäßig zu den am besten bewerteten Stränden Dänemarks. 20 Kilometer weißer, feiner Sand, flach abfallend und mit Dünen im Rücken – auch für Hunde ein Traum.
Im Sommer ist Marielyst gut besucht, besonders rund um den Hauptzugang am Marielyst Strandpark. Wer mit Hund unterwegs ist, geht am besten 300–400 Meter nach Norden oder Süden – dort verteilt sich alles.
Besonderheit: Das Wasser ist extrem flach. Auf den ersten 50 Metern reicht es den meisten Hunden kaum bis zum Bauch – ideal zum Planschen.
3. Bøtø Strand
Bøtø liegt südlich von Marielyst und ist deutlich ruhiger. Der Strand ist breit, naturbelassen und grenzt direkt an die Bøtø Plantage – einen Küstenwald mit schattigen Wanderwegen.
Für Hunde ist die Kombination aus Strand und Wald perfekt: Am Wasser toben, danach im Schatten der Kiefern spazieren gehen. Der Zugang erfolgt über mehrere Waldwege, die teils etwas holprig sind.
Besonderheit: In der Bøtø Nor (Lagune westlich der Plantage) gibt es ein Vogelschutzgebiet. Dort gilt ganzjährig Leinenpflicht.
4. Hesnæs Strand
Hesnæs ist ein kleiner Fischerhafen an der Ostküste Falsters, nördlich von Marielyst. Der Strand daneben ist schmal, ruhig und fühlt sich fast wie ein Geheimtipp an.
Hier trifft man selbst im Hochsommer selten mehr als eine Handvoll Leute. Der Strand besteht aus Sand und Kiesel, das Wasser ist klar. Direkt hinter dem Strand beginnt der Wald – gut für eine Runde nach dem Baden.
Besonderheit: Vom kleinen Hafen hat man einen tollen Blick auf Møn. Und es gibt einen Imbiss direkt am Wasser (saisonabhängig).
5. Ulvshale Strand (Møn)
Ulvshale liegt im Norden der Insel Møn und ist einer der schönsten Naturstrände Südost-Dänemarks. Die Halbinsel Ulvshale ist ein Naturschutzgebiet mit Urwald, Strandwiesen und einem langen, flachen Sandstrand.
Der Strand ist weitläufig und auch im Sommer erstaunlich leer. Das Wasser ist flach und ruhig – perfekt für Hunde, die gerne ins Wasser gehen. Im Hinterland grasen teilweise Kühe (Leine nicht vergessen).
Besonderheit: Wer schon auf Møn ist, sollte auch die Kreidefelsen (Møns Klint) besuchen – allerdings nicht mit Hund auf den steilen Treppen zum Strand hinunter.
Karte: Alle Hundestrände auf einen Blick
Die Karte zeigt alle fünf Strände und den Fährhafen Gedser. Zum Vergrößern einfach in die Karte klicken.
Tipps für den Strandtag mit Hund
Salzwasser und Trinken
Das größte Problem am Strand: Hunde trinken Salzwasser. Das führt schnell zu Durchfall und Erbrechen. Stellt immer frisches Trinkwasser bereit und bietet es regelmäßig an – besonders nach dem Toben im Wasser.
Heißer Sand
Im Hochsommer kann dänischer Sand überraschend heiß werden. Testet die Temperatur mit dem Handrücken: Wenn es für euch unangenehm ist, ist es für die Pfoten eures Hundes zu heiß. Geht in der Mittagshitze lieber in den Wald.
Nach dem Strandbesuch
Spült euren Hund nach dem Baden mit Süßwasser ab. Salz und Sand im Fell können die Haut reizen, besonders bei empfindlichen Rassen. An den Ohren trocknet Salzwasser besonders unangenehm.
Quallen und Tang
An der Ostsee gibt es gelegentlich Ohrenquallen (die durchsichtigen). Für Hunde sind sie ungefährlich, aber manche Hunde versuchen, sie zu fressen. Haltet ein Auge drauf. Angespülter Tang ist ebenfalls harmlos, riecht aber unangenehm im Auto.
Insider-Tipp: Kombination Strand + Wald
Die beste Route für Hundebesitzer: Erst am Bøtø Strand toben lassen, dann durch die Bøtø Plantage zurückwandern. Der Wald bietet Schatten, die Wege sind weich, und für den Hund gibt es auf jedem Meter etwas zu schnüffeln. Insgesamt eine schöne Runde von 3–5 km.
Packliste für den Hundestrand
Das muss mit
- Frisches Trinkwasser (mind. 1 Liter)
- Faltbarer Wassernapf
- Kotbeutel (mindestens 3–4 Stück)
- Leine (Apr–Sep Pflicht, max. 2 m)
- Handtuch zum Abtrocknen
- Sonnenschutz / Strandmuschel für Schatten
Gut zu haben
- Wurfspielzeug (schwimmfähig)
- Süßwasser-Flasche zum Abspülen
- Decke oder Hundebett für den Schatten
- Zeckenschutz (besonders Mai–Juli)
- Erste-Hilfe-Set für Hunde
- Alte Handtücher fürs Auto
Häufig gestellte Fragen
Mit dem Hund nach Dänemark
Alles zur Fährüberfahrt mit Hund – Regeln, Kosten und Tipps für eine entspannte Reise.