Kopenhagen und Malmö trennen nur 16 Kilometer Wasser – und eine der beeindruckendsten Brücken Europas. Wer mit der Fähre ab Rostock nach Dänemark fährt, hat Schweden quasi vor der Tür. Beide Länder in einer Reise zu kombinieren ist unkompliziert, günstig und lohnt sich schon ab drei Tagen.
Foto: Marcus Bengtsson / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Die Øresundbrücke ist das Herzstück jeder Dänemark-Schweden-Kombireise. 16 Kilometer lang, halb Brücke, halb Tunnel – auf der dänischen Seite verschwindet die Fahrbahn auf einer künstlichen Insel im Meer und taucht erst auf der schwedischen Seite wieder auf. Das allein ist schon ein Erlebnis.
Die Überfahrt mit dem Auto dauert etwa 10 Minuten. Die Maut wird an der Bezahlstation auf der schwedischen Seite kassiert. Für einen normalen PKW (bis 6 Meter) zahlen Sie rund 52 Euro pro Überfahrt.
Wer sich vorab bei ØresundGO registriert (kostenlos), zahlt nur rund 26 Euro pro Überfahrt – also die Hälfte. Die Registrierung dauert fünf Minuten, und das Nummernschild wird automatisch an der Mautstation erkannt. Alternativ funktioniert auch ein BroBizz-Transponder, der zusätzlich auf anderen skandinavischen Brücken gültig ist.
Die dänische Seite der Reise bietet weit mehr als nur Kopenhagen – auch wenn die Hauptstadt natürlich das größte Zugpferd ist.
Nyhavn, Tivoli, Strøget, Christiania und unzählige Cafés. Kopenhagen ist kompakt genug, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in zwei Tagen zu schaffen – und vielfältig genug, um eine ganze Woche zu füllen.
Marielyst auf Falster gehört zu den schönsten Sandstränden Dänemarks – und liegt nur 25 Minuten von der Fähre Gedser entfernt. Perfekt für den ersten oder letzten Tag der Reise.
Die Kreidefelsen von Møn ragen bis zu 128 Meter über die Ostsee. Ein spektakulärer Naturschauplatz, der auf dem Weg von Falster nach Kopenhagen liegt. Das GeoCenter erklärt die Entstehung der Felsen.
Eines der bedeutendsten Museen für moderne Kunst in Europa, spektakulär am Øresund gelegen. Die Kombination aus Kunst, Architektur und Meerblick ist einzigartig. Nördlich von Kopenhagen, auf dem Weg nach Helsingør.
Kaum über die Brücke, ändert sich die Stimmung spürbar. Schweden ist weiter, ruhiger, grüner. Und die Region Skåne im Süden hat erstaunlich viel zu bieten.
Schwedens drittgrößte Stadt überrascht mit einem charmanten Altstadtkern rund um Lilla Torg, dem futuristischen Turning Torso und einem entspannten Hafenviertel. Multikulturell, lebendig und deutlich günstiger als Kopenhagen.
Die Universitätsstadt Lund ist eine der ältesten Skandinaviens. Der romanische Dom stammt aus dem 12. Jahrhundert, und die astronomische Uhr im Inneren ist allein den Besuch wert. Nur 20 Minuten von Malmö.
Die hübsche Fachwerkstadt an der Südküste ist Schauplatz der Wallander-Krimis. Auch ohne Krimi-Interesse lohnt sich Ystad: Kopfsteinpflastergassen, Sandstrand und eine Gelassenheit, die man sofort spürt.
Schwedens Antwort auf Stonehenge: eine Steinschiffssetzung aus 59 Findlingen auf einer Klippe über dem Meer. Der Ort bei Kåseberga ist frei zugänglich und besonders bei Sonnenuntergang atemberaubend.
Wer zum ersten Mal nach Skandinavien fährt, fragt sich oft: Brauche ich Bargeld? Muss ich vorher Geld wechseln? Die kurze Antwort: nein.
Achten Sie darauf, beim Kartenzahlen immer in der Landeswährung (DKK oder SEK) zu bezahlen – nicht in Euro. Die sogenannte „dynamische Währungsumrechnung“ klingt bequem, kostet aber 3–5 % Aufschlag. Wenn das Terminal fragt „in Euro oder Landeswährung?“, wählen Sie immer die Landeswährung.
Fünf Tage sind ideal, um beide Länder kennenzulernen, ohne zu hetzen. Zwei Tage Dänemark, zwei Tage Schweden, ein Tag für die Rückfahrt. So könnte der Plan aussehen:
Frühe Fähre ab Rostock, Ankunft in Gedser gegen Mittag. Weiterfahrt nach Kopenhagen (ca. 1,5 Stunden). Nachmittags Nyhavn, Strøget und ein erstes dänisches Abendessen. Übernachtung in Kopenhagen.
Ganzer Tag Kopenhagen: Christiansborg, Rundetaarn, Christiania, Reffen Street Food. Abends Tivoli oder Meatpacking District. Auto bleibt stehen – alles mit Metro, Fahrrad oder zu Fuß.
Über die Øresundbrücke nach Schweden. Vormittags Malmö (Turning Torso, Lilla Torg, Västra Hamnen), nachmittags Lund mit dem Dom und den Universitätsgärten. Übernachtung in Malmö oder Lund.
Tagesausflug entlang der Skåne-Küste: Ystad mit der Fachwerk-Altstadt, Ales Stenar auf den Klippen bei Kåseberga, Sandstrand am Nachmittag. Zurück nach Malmö zum Übernachten.
Morgens über die Brücke zurück, letzte Stunde in Kopenhagen oder direkt Richtung Süden. Fähre ab Gedser am Nachmittag, Ankunft Rostock am frühen Abend. Entspannter Abschluss.
Eine realistische Kalkulation für fünf Tage Dänemark und Schweden mit eigenem PKW. Die Preise beziehen sich auf 2026.
| Posten | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Fähre Rostock–Gedser (hin + zurück, PKW + 2 Pers.) | 250–350 € |
| Øresundbrücke (2x mit ØresundGO) | 52 € |
| Benzin (~600 km) | 70–90 € |
| Unterkünfte (4 Nächte, Mittelklasse) | 400–700 € |
| Verpflegung (5 Tage) | 200–400 € |
| Eintritte & Aktivitäten | 50–100 € |
| Gesamt | 1.020–1.690 € |
Die Øresundbrücke macht den größten Preisunterschied: Ohne Rabatt zahlen Sie 2×52 = 104 Euro, mit ØresundGO nur 2×26 = 52 Euro. Anmeldung kostenlos unter oresundgo.com – lohnt sich schon bei einer einzigen Überfahrt.
Absolut – und es ist einfacher, als man denkt. Die Øresundbrücke verbindet Kopenhagen und Malmö über 16 Kilometer. Mit dem Auto sind Sie in 10 Minuten drüben. Wer mit der Fähre ab Rostock kommt, fährt einfach über Dänemark nach Schweden und auf dem Rückweg wieder zurück zur Fähre.
Praktisch nicht. Beide Länder gehören zu den bargeldlosesten der Welt. Kredit- und EC-Karte funktionieren fast überall. In Schweden nehmen manche Geschäfte sogar ausschließlich Karte. Dänemark nutzt DKK, Schweden SEK – Euro werden in keinem der beiden Länder akzeptiert. Beim Kartenzahlen immer in der Landeswährung abrechnen lassen.
Eine einfache Überfahrt kostet für einen PKW (bis 6 m) rund 52 Euro zum Normaltarif (2026). Mit einem ØresundGO-Vertrag (kostenlose Anmeldung) sinkt der Preis auf rund 26 Euro. Ein BroBizz-Transponder bietet ähnliche Rabatte und funktioniert zusätzlich auf der Storsbæltbrücke und in Norwegen.
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